Über uns2018-11-07T20:41:05+00:00
Jubiläumskonzert Gospelchor "Spirit of Joy", Evangelische Kirche Osterath
Foto: Georg Salzburg

Wissenswertes über “Spirit of Joy”

67 Sänger|innen – unter Insidern kurz und liebevoll “Spirits” genannt – sind aktive Mitglieder des Meerbuscher Gospelchors “Spirit of Joy” (November 2018).

Wir sind ein gemischter Chor und proben im Gemeindesaal der Christuskirche im Stadtteil Büderich. Wir singen ganz überwiegend “Contemporary Black Gospel”, was uns von vielen anderen Chören unterscheidet.

Wir treten mehrmals jährlich in Meerbusch und in der Region zwischen Düsseldorf, Krefeld, Neuss und Mönchengladbach auf. Unsere Konzerte sind nicht (nur) zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen und Mit-Erleben. Und wenn es der einen oder dem anderen so gut gefällt, dass sie|er dauerhaft bei uns mitsingen möchte – neue Stimmen sind immer herzlich willkommen!

Dass Spirits aus ganz Meerbusch, Neuss, Düsseldorf, Krefeld, Willich, Nettetal und sogar aus Heinsberg, Bochum und Dortmund regelmäßig zu den Proben und Auftritten kommen, spricht für die Attraktivität des Chors und seiner Musik.

Contemporary Black Gospel Music

Gospelmusik entstand ab dem 18. Jahrhundert in Nordamerika aus der Verbindung afrikanischer Gesangskultur mit traditioneller europäischer Kirchenmusik. Als Textvorlagen dienten häufig Passagen aus der Bibel, insbesondere den Psalmen, in denen Klage und Freude, Hoffnung und Bitten zum Ausdruck gebracht werden. Viele dieser Stücke sind durch den Wechsel zwischen einem|einer Vorsänger|in und dem Chor (der Gemeinde) gekennzeichnet (“Call and Response”).

Im Laufe der Zeit kamen Elemente des Jazz und Blues dazu, später auch Rock, Pop, bis hin zum Hip Hop. So bezeichnet der Begriff „Gospel“ heute weniger eine musikalische Stilrichtung als den Inhalt: „Gospel Song“ heißt „gesungene frohe Botschaft“.

Wir singen überwiegend Contemporary Black Gospel – zeitgenössische schwarze Gospelmusik –, wie sie heute in den afroamerikanischen Gemeinden komponiert, gesungen und gelebt wird. Die Lieder sind oft schwungvoll und energiegeladen, manche auch getragen und berührend. Wir wollen das Original nicht imitieren, denn musikalischer Ausdruck, Mentalität und Stimmsitz sind abhängig vom Kulturkreis, in dem man aufwächst. Wir interpretieren den Gospel auf unsere Art. Gemeinsames   Singen, das rhythmische Klatschen und die synchrone Bewegung des Chors bieten uns eine immer wieder packende Form, unsere Gefühle und unseren Glauben auf diese besondere Art auszudrücken. Die Musik und ihre Botschaft werden buchstäblich am ganzen Leib spürbar, für die Sänger|innen ebenso wie für die Zuhörer|innen.

In Großbritannien und den skandinavischen Ländern hat der afroamerikanische Black Gospel bereits eine längere Geschichte als bei uns. So kommt es, dass wir auch etliche Stücke von Komponist|innen dieser Länder im Repertoire haben und sich hin und wieder ein schwedisches Weihnachtslied in eins unserer Konzerte „verirrt“.

Von den Anfängen bis heute

Angespornt durch den Kinohit “Sister Act” von 1992 trafen sich Mitglieder von Jugendchören aus Meerbusch und Krefeld – schon damals unter der Leitung von Angelika Rehaag – zu einem „Gospelprojekt“. Nach dem großen Erfolg der abschließenden Konzerte gründete sich 1993 mit “Living Voices” der erste „reine“ Gospelchor unter Angelikas Leitung in Krefeld. Der Chor besuchte das Stockholmer Gospelchor Festival, wo weitere Kontakte bis in die USA, die Heimat des Black Gospel, geknüpft wurden.

Aufgrund des großen Interesses kam es zu weiteren Neugründungen in Düsseldorf, Meerbusch, Köln und Bonn. Die Gründungsmitglieder von “Spirit of Joy” trafen sich erstmals im Januar 1998 und probten in Büderich zunächst als Gemeindechor unter der Leitung von Christiane Karallus-Wittekind. Im Sommer 1998 übernahm Angelika Rehaag das Dirigat der inzwischen auf rund 80 Mitglieder angewachsenen Gruppe von Gospelbegeisterten. Nun proben wir einmal pro Woche in der Christuskirche, um mit viel Enthusiasmus immer wieder neue Gospellieder einzustudieren.

Regelmäßig singen wir Konzerte und gestalten Gottesdienste mit. Besondere Highlights der Chorgeschichte sind Reisen in die USA (zuletzt 2015 nach Clearwater, Florida), Teilnahme an Festivals und Workshops (krefelder gospel musik festival), Veranstaltung eigener Chorworkshops (zuletzt “Come Celebrate” 2016 in Neuss), “gospel united”-Projekte (zuletzt Eröffnungsgottesdienst des CHIO Aachen 2017).

Angelika Rehaag

Angelika „in action“ · Foto: privat

Angelika hat schon während ihrer Schulzeit und ihres Kirchenmusikstudiums in Krefelder Gemeinden als Organistin und Chorleiterin gearbeitet. Anfang der 90er Jahre fanden sich – inspiriert vom Film “Sister Act” – mehrere von Angelika geleitete Jugendchöre zu einem Gospel-Projekt zusammen. Recht schnell formierte sich der erste Chor, erste Reisen zum Stockholmer Gospelchorfestival fanden statt. 1996 lernte Angelika den Black Gospel in seiner Heimat, den schwarzen Gemeinden Amerikas, kennen. Seitdem hat sie es sich zum Ziel gesetzt, diese mitreißende, lebensfrohe Art der Kirchenmusik auch bei uns in Deutschland einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Inzwischen hat sie die Leitung von sechs Chören im Rheinland und der gospel academy krefeld inne. Die gospel academy organisiert u. a. das krefelder gospel musik festival, das 2016 bereits sein 20-jähriges Jubiläum feiern konnte.

Daneben ist Angelika als Chor-, Workshop- und Seminarleiterin in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt. Sie reist regelmäßig mit ihren Chören in die USA. Bis nach Oakland/Kalifornien führte ihr Weg, dort war sie 2001 einzige europäische Gastdirigentin beim “Music and Arts Seminar” von Edwin Hawkins, einem prominenten Hauptvertreter der amerikanischen Gospelszene (“Oh Happy Day”, † 2018).

Lukasz Flakus

Foto: Robert Widera

Łukasz wurde 1986 in Tarnowitz (Polen) geboren und begann im Alter von sieben Jahren das Klavierspiel. Nach erfolgreichen Studien an verschiedenen renommierten Musikschulen sowie Akademien Polens, darunter Kattowitz und Krakau, zog es ihn an die Folkwang Universität Essen, wo er bereits zweimal das Excellence Stipendium bekam und 2016 sein Masterstudium (Jazz Improvising Artist) abschloss. In dieser Zeit erhielt er unter anderem Auszeichnungen und Erstplatzierungen in verschiedenen Klavierwettbewerben Polens, den Folkwang-Preis mit dem Mara Minjoli Quintett und den Convento Nachwuchs Jazzpreis NRW mit Rinklawoh Group.

2012 entdeckte er seine Begeisterung für die Gospelmusik und arbeitete erstmals mit Angelika Rehaag zusammen. Inzwischen ist er Pianist vieler ihrer Gospelchöre, begleitet diese auf Tourneen in die USA und spielt auf zahlreichen Gospelworkshops im In- und Ausland. Dabei arbeitet er unter anderem mit Künstlern wie Edwin Hawkins, Rusty Watson, Onita Boone, Anna Weister Anderson, David Thomas und Karen Gibson.

Sein Debut als Komponist hatte er 2014, bei dem er drei Songs für das zweite Album der polnischen Jazzsängerin Marta Król schrieb, die bereits für den Fryderyk Award nominiert war. Neben seiner Arbeit als Jazz- und Gospelpianist gibt er seit Jahren als Keyboarder verschiedener Coverbands den Ton an, mit denen er, unter anderem schon für den BVB, Puma und viele Radiosender spielte.


Johan Leenders

Foto: johanleenders.de

Johan Leenders begann seine musikalische Ausbildung schon im Alter von 5 Jahren, als er seinen Klavierunterricht bei Friedhelm Olfen aufnahm. Diesen setzte er im Studium der Ton- und Bildtechnik mit dem musikalischen Hauptfach Klavier bei Sabine Kube fort, und vertiefte seine breite musikalische Ausrichtung, die die klassische Musik ebenso einschließt wie den Rock, Pop und besonders den Jazz.

Neben der Begleitung und zunehmend auch stellvertretender Leitung von Angelika Rehaags Chören, leitet Johan den Chor Mustard Seed Faith in Aachen, arbeitet als Komponist, Musiker und Sound Designer am Theater (z.B. Die Kleinbürgerhochzeit, 2016, Regie: Hans-Ulrich Becker | Garten Eden, 2016, Regie: Bianca Künzel, Alexander Steindorf), in zahlreichen Bands als Pianist, Sänger und Arrangeur (z. B. Leenders | Johan Leenders Trio | Jon Boutin Allstars) und freiberuflich als Toningenieur, Sounddesigner und Videogestalter.

2011 gewann Johan mit der FH Big Band Düsseldorf den WDR Jazzpreis in der Kategorie Nachwuchs. 2012 erschien sein erstes Buch „Sound für Videospiele“. Mit seinen Bands und als Studiomusiker ist Johan auf zahlreichen veröffentlichten CDs zu hören.

Mehr über Johan: www.johanleenders.de


Dimitrij Markitantov

Foto: Peter Tümmers, markitantov.de

Dimitrij wurde 1976 in Kyiv (Ukraine) geboren. Nach dem Besuch der Staatlichen Musikschule 1982–90 in Kyiv („Rotes Diplom“) studierte er 1991–95 Saxofon und Klarinette an der dortigen Musikfachschule und 1996–99 an der Staatlichen Hochschule. Er war Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und studierte ab 1999 an der Folkwang-Hochschule in Essen Jazz (Hauptfach Saxofon) bei Matthias Nadolny, Hugo Read und Wolly Kaiser. 2005 schloss er mit Diplom ab.

Bereits 2001 war er Preisträger des Hochschulwettbewerbs für Jazz-Ensembles in Rostock, 2002 bester Solist beim Jazz-Wettbewerb Young Energy in Bremen und 2003 Folkwang-Preisträger im Duo mit Roman Babik (Piano). 2006 gewann er den Jazzwerkruhr-Preis mit der Band Matovs Garage.
Dimitrij arbeitet beim Tanzhaus NRW in Düsseldorf und beim Bayerischen Rundfunk. Wenn er nicht gerade den Konzerten von “Spirit of Joy” einen besonderen Glanz verleiht, spielt er auf Konzerten und Jazzfestivals in ganz Deutschland, der Ukraine, in Russland, Polen, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Mehr über Dimitrij: www.markitantov.de

Unsere Repertoire-Liste umfasst mittlerweile rund 140 Stücke, von denen wir etwa 30 „abrufbereit“ haben. Immer wieder kommen neue hinzu, gleichermaßen traditionelle Stücke wie ganz aktuelle Kompositionen.

Hier ein aktueller Auszug:

TitelKomponist
Abendlied
(Der Mond ist aufgegangen)
Matthias Claudius (1740-1815; Text 1779), Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800; Melodie 1790)
Agnus DeiMichael W. Smith (*1957) / Donnie McClurkin (*1959)
Awesome GodRich Mullins (*1955 †1997), 1988
Bless the Name of the Lord
Blessed Be the Name of the LordClarence Eggleton (†2015), 1992
Der Herr segne euchFriedemann Lutz, 2004 – nach Num 6, 24–26
Dona nobis pacemTraditional
Draw Me CloseKelly Carpenter, 1994
Every PraiseBishop Hezekiah Walker (*1962)
EverythingIsrael Houghton (*1971)
God Moves in Mysterious WaysClarence Eggleton (†2015)
God Will MultiplyAnna Weister Andersson, 2012
He's the Joy of My SalvationClarence Eggleton (†2015)
Here I Am to WorshipRev. Tim Hughes (*1978), 2001
I Feel Your SpiritSheri Jones-Moffett (*1974) / Daniel Moore, 2009
I Open My MouthTraditional
It’s a Good DayKurt Carr (*1964)
Jesus Is Right Here NowAnna Weister Andersson, 2003
Jul, jul, strålande julEdvard Evers (1853–1919, Text), Gustaf Nordqvist (1886–1949, Melodie), 1921
Lead Me, O LordClarence Eggleton (†2015)
Let Your Glory Fill This PlaceTimothy McBride
Lift the Saviour UpO’landa Draper (*1963 †1998)
Lord, I Know I’ve Been ChangedTraditional
Lord, I’m Available to You
Carlis Moody, Jr
Magnificent and HolyIsrael Houghton (*1971)
My Life Is in Your HandsKirk Franklin (*1970)
No Greater LoveJoeworn Martin / Hezekiah Walker, 2013
O Come, O Come, EmmanuelTraditional; Arr. Richard Smallwood, Maria Nordenback
Open the Eyes of My HeartPaul Baloche (*1962), 2000
Order My StepsGlenn Burleigh (*1949 †2007), 1994
People of GodAnna Weister Andersson, 2012
Perfect PraiseBrenda Moore
Praise Be to GodClarence Eggleton (†2015), 1992
Praise Is What I DoWilliam Murphy III (*1973)
Praise the Lord AlmightyPiotr Nazaruk
Sing We Now of ChristmasTraditional
Take Me to the WaterClarence Eggleton (†2015)
Total PraiseRichard Smallwood (*1948) – nach Ps. 121
We PrayJoakim Arenius (*1970), 2007
Welcome Into This Place
Orlando Juarez
What Child Is ThisTraditional, 16. Jh. / William Chatterton Dix (*1837 †1898), 1865
Die Repertoire-Liste wurde zuletzt am 9. Oktober 2018 15.14 Uhr aktualisiert.
RP-Online vom 6. 10. 2010:

Im Geist der Freude singen


 RP-Online vom 23. 6. 2016:

Eine Gospelchorprobe bei “Spirit of Joy”


RP-Online vom 3. 5. 2017:

Gospelchor auf Männersuche


Meerbuscher Nachrichten vom 12. 7. 2017:

“Spirit of Joy” singt beim CHIO Aachen


RP-Online vom 28. 9. 2017:

“Spirit of Joy” gibt Benefizkonzert in Schwalmtal


RP-Online vom 28. 9. 2018:

Gospelchor feiert runden Geburtstag


Benefizzwecke 2017

Der Eintritt zu unseren Konzerten ist in der Regel kostenlos. Am Ausgang bitten wir unsere Konzertgäste um eine Spende für einen guten Zweck. So konnten wir im Jahr 2017 insgesamt 4.830 € an verschiedene örtliche Vereine oder Stiftungen weiterreichen. Allen Spender|inne|n sagen wir herzlichen Dank! Sofern verfügbar, kannst Du die Websites der unterstützten Organisationen in der Liste unten über einen Link erreichen und Dich dort über ihre jeweilige Arbeit informieren.

4. 2. 2017 – Auferstehungskirche, Düsseldorf-Oberkassel

vision:teilen e.V. (hallo nachbar!) – 1.130 €


17. 3. 2017 – St. Nikolaus, Meerbusch-Osterath

Evangelische Stiftung Hephata
(Kinderwohngruppe Osterath/Korschenbroich) – 1.200 €


29. 9. 2017 – St. Michael, Schwalmtal-Waldniel

Bethanien Kinder- und Jugenddorf Schwalmtal – 1.500 €


 8. 12. 2017 – St. Mauritius, Meerbusch-Büderich

DRK Ortsverein Meerbusch – 1.000 €


Benefizzwecke und -erlöse vergangener Jahre findest Du hier.

“Spirit of Joy” –
Fakten auf einen Blick

  • 67 „gospelverrückte“ Sänger|innen
    (Stand November 2018)
  • 1998 als eingetragener Verein gegründet
  • christlich, überkonfessionell, unabhängig
  • musikalische Leitung:
    Angelika Rehaag aus Krefeld
  • jährlich mehrere Konzerte und Gottesdienste
  • gemeinschaftliche Aktivitäten wie Chortage, Workshops, Sommerfest, Weihnachtsfeier …
  • karitatives Engagement als Veranstalter von Benefizkonzerten
  • als gemeinnütziger Verein anerkannt
Konzert Auferstehungskirche Oberkassel
Foto: Jürgen Rademacher