Über uns 2017-09-16T19:31:13+00:00

Wissenswertes über Spirit of Joy

70 Sänger|innen sind Mitglied im Gospelchor Spirit of Joy aus Meerbusch. Wir proben im Gemeindesaal der Christuskirche im Stadtteil Büderich. Dass die Sänger|innen aus Meerbusch, Neuss, Düsseldorf, Willich, Krefeld, Nettetal, Heinsberg und sogar aus Bochum und Dortmund kommen, spricht für die Attraktivität des Chors und seiner Musik.

Contemporary Black Gospel Music

Gospelmusik entstand ab dem 18. Jahrhundert aus der Verbindung afrikanischer Gesänge mit traditioneller westlicher Kirchenmusik. Im Laufe der Zeit kamen Elemente des Jazz und Blues dazu, später auch Rock, Pop, bis hin zum Hip Hop. So bezeichnet der Begriff „Gospel“ weniger eine musikalische Stilrichtung als den Inhalt: „Gospel Song“ heißt „gesungene frohe Botschaft“. Als Textvorlagen dienen häufig Auszüge aus dem Neuen Testament und den Psalmen, in denen Freude, Hoffnung und Bitten zum Ausdruck gebracht werden.

Die Lieder sind oft schwungvoll und energiegeladen, manche auch getragen und berührend. Wir singen überwiegend Contemporary Black Gospel – zeitgenössische schwarze Gospelmusik, wie sie heute in den afroamerikanischen Gemeinden komponiert, gesungen und gelebt wird. Wir imitieren das Original nicht, denn musikalischer Ausdruck, Mentalität und Stimmsitz sind abhängig vom Kulturkreis, in dem man aufwächst. Wir leben unseren Gesang auf unsere Art. Der Gesang, das rhythmische Klatschen und die synchrone Bewegung des Chors bieten uns eine immer wieder packende Form, unsere Gefühle und unseren Glauben auf diese besondere Art auszudrücken. Die Musik wird am eigenen Leib spürbar, für die Sänger|innen ebenso wie für die Zuhörer|innen.

In Großbritannien und den skandinavischen Ländern hat der afroamerikanische Black Gospel bereits eine längere Geschichte als bei uns. So kommt es, dass wir auch etliche Stücke von Komponist|innen dieser Länder im Repertoire haben und sich hin und wieder ein schwedisches Weihnachtslied in eins unserer Konzerte „verirrt“.

Angelika Rehaag

Angelika „in action“ · Foto: privat

Angelika hat schon während ihrer Schulzeit und ihres Kirchenmusikstudiums in Krefelder Gemeinden als Organistin und Chorleiterin gearbeitet. Anfang der 90er Jahre fanden sich – inspiriert vom Film “Sister Act” – mehrere von Angelika geleitete Jugendchöre zu einem Gospel-Projekt zusammen. Recht schnell formierte sich der erste Chor, erste Reisen zum Stockholmer Gospelchorfestival fanden statt. 1996 lernte Angelika den Black Gospel in seiner Heimat, den schwarzen Gemeinden Amerikas, kennen. Seitdem hat sie es sich zum Ziel gesetzt, diese mitreißende, lebensfrohe Art der Kirchenmusik auch bei uns in Deutschland einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Inzwischen hat sie die Leitung von sechs Chören im Rheinland und der gospel academy krefeld inne. Die gospel academy organisiert u. a. das krefelder gospel musik festival, das 2016 bereits sein 20-jähriges Jubiläum feiern konnte.

Daneben ist Angelika als Chor-, Workshop- und Seminarleiterin in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt. Sie reist regelmäßig mit ihren Chören in die USA. Bis nach Oakland/Kalifornien führte ihr Weg, dort war sie 2001 einzige europäische Gastdirigentin beim “Music and Art Seminar” von Edwin Hawkins, einem prominenten Hauptvertreter der amerikanischen Gospelszene (“Oh Happy Day”).

Lukasz Flakus

Foto: Robert Widera

Łukasz wurde 1986 in Tarnowitz (Polen) geboren und begann im Alter von sieben Jahren das Klavierspiel. Nach erfolgreichen Studien an verschiedenen renommierten Musikschulen sowie Akademien Polens, darunter Kattowitz und Krakau, zog es ihn an die Folkwang Universität Essen, wo er bereits zweimal das Excellence Stipendium bekam und 2016 sein Masterstudium (Jazz Improvising Artist) abschloss. In dieser Zeit erhielt er unter anderem Auszeichnungen und Erstplatzierungen in verschiedenen Klavierwettbewerben Polens, den Folkwang-Preis mit dem Mara Minjoli Quintett und den Convento Nachwuchs Jazzpreis NRW mit Rinklawoh Group.

2012 entdeckte er seine Begeisterung für die Gospelmusik und arbeitete erstmals mit Angelika Rehaag zusammen. Inzwischen ist er Pianist vieler ihrer Gospelchöre, begleitet diese auf Tourneen in die USA und spielt auf zahlreichen Gospelworkshops im In- und Ausland. Dabei arbeitet er unter anderem mit Künstlern wie Edwin Hawkins, Rusty Watson, Onita Boone, Anna Weister Anderson, David Thomas und Karen Gibson.

Sein Debut als Komponist hatte er 2014, bei dem er drei Songs für das zweite Album der polnischen Jazzsängerin Marta Krol schrieb, die bereits für den Fryderyk Award nominiert war. Neben seiner Arbeit als Jazz- und Gospelpianist gibt er seit Jahren als Keyboarder verschiedener Coverbands den Ton an, mit denen er, unter anderem schon für den BVB, Puma und viele Radiosender spielte.


Johan Leenders

Foto: johanleenders.de

Johan Leenders begann seine musikalische Ausbildung schon im Alter von 5 Jahren, als er seinen Klavierunterricht bei Friedhelm Olfen aufnahm. Diesen setzte er im Studium der Ton- und Bildtechnik mit dem musikalischen Hauptfach Klavier bei Sabine Kube fort, und vertiefte seine breite musikalische Ausrichtung, die die klassische Musik ebenso einschließt wie den Rock, Pop und besonders den Jazz.

Neben der Begleitung und zunehmend auch stellvertretender Leitung von Angelika Rehaags Chören, leitet Johan seinen eigenen Chor Mustard Seed Faith in Aachen, arbeitet als Komponist, Musiker und Sound Designer am Theater (z.B. Die Kleinbürgerhochzeit, 2016, Regie: Hans-Ulrich Becker | Garten Eden, 2016, Regie: Bianca Künzel, Alexander Steindorf), in zahlreichen Bands als Pianist, Sänger und Arrangeur (z. B. Leenders | Johan Leenders Trio | Jon Boutin Allstars) und freiberuflich als Toningenieur, Sounddesigner und Videogestalter.

2011 gewann Johan mit der FH Big Band Düsseldorf den WDR Jazzpreis in der Kategorie Nachwuchs. 2012 erschien sein erstes Buch „Sound für Videospiele“. Mit seinen Bands und als Studiomusiker ist Johan auf zahlreichen veröffentlichen CDs zu hören.

Mehr über Johan: www.johanleenders.de


Dimitrij Markitantov

Foto: Peter Tümmers, markitantov.de

Dimitrij wurde 1976 in Kyiv (Ukraine) geboren. Nach dem Besuch der Staatlichen Musikschule 1982–90 in Kyiv („Rotes Diplom“) studierte er 1991–95 Saxofon und Klarinette an der dortigen Musikfachschule und 1996–99 an der Staatlichen Hochschule. Er war Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und studierte ab 1999 an der Folkwang-Hochschule in Essen Jazz (Hauptfach Saxofon) bei Matthias Nadolny, Hugo Read und Wolly Kaiser. 2005 schloss er mit Diplom ab.

Bereits 2001 war er Preisträger des Hochschulwettbewerbs für Jazz-Ensembles in Rostock, 2002 bester Solist beim Jazz-Wettbewerb Young Energy in Bremen und 2003 Folkwang-Preisträger im Duo mit Roman Babik (Piano). 2006 gewann er den Jazzwerkruhr-Preis mit der Band Matovs Garage.
Dimitrij arbeitet beim Tanzhaus NRW in Düsseldorf und beim Bayerischen Rundfunk. Wenn er nicht gerade den Konzerten von Spirit of Joy einen besonderen Glanz verleiht, spielt er auf Konzerten und Jazzfestivals in ganz Deutschland, der Ukraine, in Russland, Polen, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Mehr über Dimitrij: www.markitantov.de

Unsere Repertoire-Liste umfasst mittlerweile rund 140 Stücke, von denen wir etwa 30 „abrufbereit“ haben. Immer wieder kommen neue hinzu, gleichermaßen traditionelle Stücke wie ganz aktuelle Kompositionen.

Hier ein aktueller Auszug:

TitelKomponist
Agnus DeiMichael W. Smith (*1957) / Donnie McClurkin (*1959)
Blessed Be the Name of the LordClarence Eggleton (†2015), 1992
Der Herr segne euchFriedemann Lutz, 2004 – nach Num 6, 24–26
Dona nobis pacemTraditional
Draw Me CloseKelly Carpenter, 1994
Every PraiseBishop Hezekiah Walker (*1962)
God Will MultiplyAnna Weister Andersson, 2012
Here I Am to WorshipRev. Tim Hughes (*1978), 2001
I Feel Your SpiritSheri Jones-Moffett (*1974) / Daniel Moore, 2009
I Open My MouthTraditional
It’s a Good DayKurt Carr (*1964)
Jesus Is Right Here NowAnna Weister Andersson, 2003
Lift the Saviour upO’landa Draper (*1963 †1998)
Lord, I Know I’ve Been ChangedTraditional
Lord, I’m Available to You
Carlis Moody, Jr
My Life Is in Your HandsKirk Franklin (*1970)
No Greater LoveJoeworn Martin / Hezekiah Walker, 2013
Open the Eyes of My HeartPaul Baloche (*1962), 2000
Order My StepsGlenn Burleigh (*1949 †2007), 1994
People of GodAnna Weister Andersson, 2012
Perfect PraiseBrenda Moore
Praise Be to GodClarence Eggleton (†2015), 1992
Rejoice, Be GladStephen F. Key
Total PraiseRichard Smallwood (*1948) – nach Ps. 121
We PrayJoakim Arenius (*1970), 2007
Welcome Into This Place
Orlando Juarez
Repertoire des Gospelchors Spirit of Joy, Meerbusch, September 2017.
RP-Online vom 3. 5. 2017:

Gospelchor auf Männersuche


Meerbuscher Nachrichten vom 12. 7. 2017:

Spirit of Joy singt beim CHIO Aachen

Benefizzwecke 2016

Der Eintritt zu unseren Konzerten ist in der Regel kostenlos. Am Ausgang bitten wir die Konzertbesucher um eine Spende für einen guten Zweck. So konnten wir im Jahr 2016 insgesamt 5.527 € an verschiedene örtliche Vereine oder Stiftungen weiterreichen. Allen Spendern sagen wir herzlichen Dank! Sofern verfügbar, kannst Du die Websites der unterstützten Organisationen in der Liste unten über einen Link erreichen und Dich dort über ihre jeweilige Arbeit informieren.

20. 1. 2016 – St. Elisabeth, Krefeld (gemeinsam mit Grateful):

Pfarrgemeinde Hl. Geist Krefeld,
Gemeindecaritas (Tafel) – 593 €


23. 4. 2016 – Christuskirche, Meerbusch-Büderich

Flüchtlingshilfe Meerbusch e.V. – 1.304 €


21. 5. 2016 – St. Antonius, Düsseldorf Fürstenplatz

Jung trifft Alt e.V. – 230 €


1. 11. 2016 – St. Mauritius, Meerbusch-Büderich

Hospizbewegung Meerbusch e.V. – 2.200 €


9. 12. 2016 – St. Martinus, Kaarst

Kunstcafé EinBlick e.V. – 1.200 €



Benefizzwecke 2017

4. 2. 2017 – Auferstehungskirche, Düsseldorf-Oberkassel

vision:teilen e.V. (hallo nachbar!) – 1.130 €


17. 3. 2017 – St. Nikolaus, Meerbusch-Osterath

Evangelische Stiftung Hephata
(Kinderwohngruppe Osterath/Korschenbroich) – 1.200 €


Konzert Auferstehungskirche Oberkassel
Foto: Jürgen Rademacher

Spirit of Joy –
Fakten auf einen Blick

  • 70 „gospelverrückte“ Sänger|innen
    (Stand September 2017)
  • christlich, überkonfessionell, unabhängig
  • jährlich fünf Konzerte,
    zwei Gottesdienste
  • gemeinschaftliche Aktivitäten wie Chortage, Workshops, Sommerfest, Weihnachtsfeier …
  • musikalische Leitung:
    Angelika Rehaag aus Krefeld
  • 1998 als eingetragener Verein gegründet
  • als gemeinnützig anerkannt